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Querweg

Die schönen Dinge liegen oftmals gar nicht so weit in der Ferne. Meine Wanderung auf dem Querweg im Mai 2019 durch Baden-Württemberg hat es (mal wieder 😀) bestätigt. Der Schwarzwald, die Wutachschlucht, die Vulkanformationen im Hegau, der Bodensee … Unvergessliche Erinnerungen an eine 180 km lange und acht Tage dauernde Wanderung.

Querweg // Freiburg – Konstanz // 180 km
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Porträt

Schweden

September 2018
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Entscheidungen

Im Grunde genommen ist das Vergangene nicht wirklich wichtig. Es spielt keine Rolle „Warum“, das Wissen „Wieso“ nützt niemandem. Alles hat seine Ursache und die Kenntnis des Ursprungs ist, nachdem das Resultat zu Tage trat, nicht relevant. Es interessiert die Zukunft nicht, weswegen die Vergangenheit tat, was sie eben tat. Im Mikrokosmos der Entscheidungen ist einzig das Jetzt zielführend.

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Ein Gruss zum Jahresschluss

Meditation

2017 geht zu Ende und es war alles in allem ein sehr schönes Jahr. Es ist Zeit für Stille und Meditation und die finde ich, wenn ich einen Fuss vor den anderen setze. Einfach geradeaus, ohne Komplikationen. Die hält das Leben schon genug parat.

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Lavoitobel

Aussicht

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Tagtraum

Bedürfnisse

Nichts ist diffiziler als das eigene Befinden. Diese These stelle ich hiermit auf und begründe sie mit einem Zitat von dem Schriftsteller Henry Miller, das mich seit vielen Jahren begleitet:
»Ja, ich bin so verrückt zu glauben, dass der Mensch, der die wenigsten Bedürfnisse hat, der glücklichste ist.«
Das Bedürfnis nach Bedürfnislosigkeit sollte das einzige Bedürfnis sein, dass das Dasein beeinflusst. Ist es natürlich nicht. Bewegung und Fortpflanzung gehören zum Leben eines Menschen genauso mit dazu wie Essen, Trinken, Schlafen und eine regelmäßige Blasen- und Darmentleerung. Alles andere möchte ich hiermit in Frage stellen und bekenne gleichzeitig, wie schwierig es ist die unnötigen Versuchungen, die tagtäglich die Netzhaut jedes Menschen der westlichen Zivilisation malträtieren, zu ignorieren.

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Wortvielfalt

Autorenleben

»Du bist der erste Mann, dem ich begegne, dem so viele Wörter zur Verfügung stehen.«
Es war Mittwoch, und der Tag sollte zum heißesten des Jahres werden. Es hatte seit Wochen nicht geregnet, der Asphalt auf den Straßen schimmerte im unbarmherzigen Sonnenlicht, und alle, die nicht das Glück hatten in der Nähe eines kühlenden Gewässers zu wohnen, stöhnten und wischten sich im Minutentakt den Schweiß von der Stirn.
Meine Kollegin, eine Frau jenseits ihrer besten Jahre, ließ mich die Stirn runzeln. Anerkennend und vor Erfahrung strotzend lächelte sie. Vermutlich wollte sie mir ein Kompliment machen, aber alles, worüber ich nachdenken konnte, war, welche Sorten Mann in ihrem Leben bisher eine Rolle gespielt haben mochten. Ich stellte mir einen stark behaarten und maskulinen Mann vor, der, auf dem Sofa sitzend, grunzend seine Bedürfnisse kundtat.

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Kontemplation

Autorenleben

Durchatmen. Ich habe vor kurzem den Song »Regen« von Enno Bunger zufällig in einer Playlist gefunden. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich U-Bahn-Schienen, auf denen sich die aufgehende Sonne im Regen der letzten Nacht spiegelt und die sich in den Häuserschluchten der Stadt verlieren.
Manchmal, auf einer Wiese sitzend, streichele ich mit den Händen nasses Gras. Der Wind bläst mir Nieseltropfen ins Gesicht. Alles verschwindet, tropft von der Nase, und ich finde mich im Angesicht eines Orkans von Glen Hansard wieder, der am Horizont atemraubend, mächtig, überwältigend, alles mit sich reißend auf mich zukommt. Mich fragend, was geschieht, wenn der Orkan mich erfasst, wirbele ich auch schon willenlos und ohne Aussicht auf Gegenwehr umgeben von Leben durch die Luft, werde absorbiert von allem, was geschah und geschehen wird.
Im Auge des Orkans auf die Erde gespuckt, von Stille aufgesogen, bleibt nur wenig Zeit sich den Regen aus den Augen, die Erinnerungen aus den Haaren und das Chaos von der Hose zu wischen, zu streichen, zu klopfen. Kontemplation.

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Polizeikontrolle

Autorenleben

Vor einiger Zeit habe ich ein Buch veröffentlicht. So aufregend der gesamte Prozess, also das Schreiben bis hin zur Veröffentlichung auch war, der Widerhall in der Gemeinde der potenziellen Leser lässt sich mit einem Wort beschreiben: dürftig.
Deshalb nutzte ich vor ein paar Tagen auf dem Flughafen – ich wollte einen alten Schulfreund abholen – die unvermeidliche Wartezeit, um die Menschen mit der Kamera einzufangen. Ein Buchtrailer, in dem Menschen hektisch umherwuseln, sollte treffend die Stimmung des Protagonisten widerspiegeln und eine gute Werbung für das Buch sein. Ich hatte, vor Kreativität überquellend, auch noch einen Sonnenuntergang und mich, den Autor, in verschiedenen Aufnahmen geplant.
Also filmte ich während des Wartens betont unauffällig zweimal eine Minute lang die Massen. Drei Minuten nach den Aufnahmen, ich kam gerade zufrieden mit Eis und Cola aus einem Kiosk, hielt mir jemand einen Ausweis direkt vor die Nase. Vor mir standen drei junge Frauen in zivil: Polizei.
Sie: »Tschuldigung, Polizei. Könnten wir einmal ihren Ausweis sehen?«

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Leseprobe

3. Kapitel / 27. / Vanille

Hannes war unauffindbar. Kurz nachdem wir den Club betreten hatten, hatte ich ihn aus den Augen verloren. Vergebens hoffte ich einen Hinweis auf seinen Verbleib auf meinem Telefon zu finden und suchte ihn halbherzig auf der Tanzfläche, bevor wir den Club gegen 01:00 Uhr verliessen. Er wird, überlegte ich auf dem Weg zu den Toiletten und der letzten Möglichkeit ihn aufzuspüren, wieder zu meiner Wohnung finden oder sich den Weg unter eine fremde Decke ebnen.Beissender Gestank von Urin schlug mir ins Gesicht. Schwarzes Licht hob zerkratzte Aufkleber und Graffiti an den Wänden hervor, und hinter den geschlossenen Türen der Toilettenabteile hörte ich Schniefen, Husten und leises Gekicher.