Querweg

Die schönen Dinge liegen oftmals gar nicht so weit in der Ferne. Meine Wanderung auf dem Querweg im Mai 2019 durch Baden-Württemberg hat es (mal wieder 😀) bestätigt. Der Schwarzwald, die Wutachschlucht, die Vulkanformationen im Hegau, der Bodensee … Unvergessliche Erinnerungen an eine 180 km lange und acht Tage dauernde Wanderung.

Querweg // Freiburg – Konstanz // 180 km

Entscheidungen

Im Grunde genommen ist das Vergangene nicht wirklich wichtig. Es spielt keine Rolle „Warum“, das Wissen „Wieso“ nützt niemandem. Alles hat seine Ursache und die Kenntnis des Ursprungs ist, nachdem das Resultat zu Tage trat, nicht relevant. Es interessiert die Zukunft nicht, weswegen die Vergangenheit tat, was sie eben tat. Im Mikrokosmos der Entscheidungen ist einzig das Jetzt zielführend.

Ein Gruss zum Jahresschluss

Meditation

2017 geht zu Ende und es war alles in allem ein sehr schönes Jahr. Es ist Zeit für Stille und Meditation und die finde ich, wenn ich einen Fuss vor den anderen setze. Einfach geradeaus, ohne Komplikationen. Die hält das Leben schon genug parat.

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Tagtraum

Bedürfnisse

Nichts ist diffiziler als das eigene Befinden. Diese These stelle ich hiermit auf und begründe sie mit einem Zitat von dem Schriftsteller Henry Miller, das mich seit vielen Jahren begleitet:
»Ja, ich bin so verrückt zu glauben, dass der Mensch, der die wenigsten Bedürfnisse hat, der glücklichste ist.«
Das Bedürfnis nach Bedürfnislosigkeit sollte das einzige Bedürfnis sein, dass das Dasein beeinflusst. Ist es natürlich nicht. Bewegung und Fortpflanzung gehören zum Leben eines Menschen genauso mit dazu wie Essen, Trinken, Schlafen und eine regelmäßige Blasen- und Darmentleerung. Alles andere möchte ich hiermit in Frage stellen und bekenne gleichzeitig, wie schwierig es ist die unnötigen Versuchungen, die tagtäglich die Netzhaut jedes Menschen der westlichen Zivilisation malträtieren, zu ignorieren.

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Wortvielfalt

Autorenleben

»Du bist der erste Mann, dem ich begegne, dem so viele Wörter zur Verfügung stehen.«
Es war Mittwoch, und der Tag sollte zum heißesten des Jahres werden. Es hatte seit Wochen nicht geregnet, der Asphalt auf den Straßen schimmerte im unbarmherzigen Sonnenlicht, und alle, die nicht das Glück hatten in der Nähe eines kühlenden Gewässers zu wohnen, stöhnten und wischten sich im Minutentakt den Schweiß von der Stirn.
Meine Kollegin, eine Frau jenseits ihrer besten Jahre, ließ mich die Stirn runzeln. Anerkennend und vor Erfahrung strotzend lächelte sie. Vermutlich wollte sie mir ein Kompliment machen, aber alles, worüber ich nachdenken konnte, war, welche Sorten Mann in ihrem Leben bisher eine Rolle gespielt haben mochten. Ich stellte mir einen stark behaarten und maskulinen Mann vor, der, auf dem Sofa sitzend, grunzend seine Bedürfnisse kundtat.

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