Menü

Mel Wolfen

Es ist nicht wichtig, was in deinem Leben passiert …

Wir müssen reden

Hallo zusammen.

Die Veröffentlichung meiner Debütnovelle „Vaterliebe“ liegt etliche Monate zurück und war, um ein Fazit aus dem ganzen Brimborium, das die Veröffentlichung so mit sich brachte, zu ziehen, ein Schnellschuss. In Erwartung eines raketenhaften Aufstiegs zu früh auf den Markt geworfen.
Jeder Schuss ein Treffer? Weit gefehlt. Dabei dachte ich, wenn ich mich an die sozialen Netzwerke wende und sie nutze, kommen Ruhm und Reichtum schon von alleine. Denkste! War nich so. Wobei, an dem Ruhm bin ich gar nicht so sehr interessiert. Der Reichtum aber … Ich schweife ab.
So richtig scheine ich das Gerangel in den sozialen Netzwerken auch noch nicht verstanden zu haben. Facebook zum Beispiel hat über eine Milliarde Mitglieder. Meine Seite hat momentan aber nur 218 Likes? Was soll das? Da kann was nicht stimmen, dachte ich Fuchs und habe deswegen letzte Woche extra und ganz entrüstet bei Facebook angerufen und gefragt, ob das Internet kaputt sei. Immerhin sei ich schon seit längerem mit dabei und …
Die freundliche Dame, die wie eine Mischung aus Siri und Cortana klang, unterbrach mich schnell, aber sehr freundlich (die Amis halt) und beruhigte mich. Sie meinte, es sei alles in Ordnung mit dem Internet. Ob ich sonst noch Fragen hätte. Nein, hatte ich nicht.
Also habe ich gelesen, gelesen, gelesen, um Wege zu finden meiner Popularität auf die Sprünge zu helfen. Die Facebookseite zum Beispiel mit Content bedienen, hieß es da. Und man solle sozial sein. Ein Tipp lautete, man könne sein Netzwerk am Morgen begrüßen … Also nein, ich möchte mir morgens nicht begegnen. Diese Idee ist für mich unbrauchbar. Ein weiterer Tipp legte nahe, man solle auf Lesungen und andere Auftritte in der Öffentlichkeit hinweisen.
Ja, doof. Ich plane keine Lesungen, wurde nicht eingeladen eine Signierstunde zu veranstalten und stehe auch sonst gefährlich nah am Tellerrand. Was soll ich sagen? Ich bin nicht so der gesellige Typ. Meine soziale Kernkompetenz besteht genau genommen aus zwei Eigenschaften, die ich allerdings im Laufe der letzten Jahre mit viel Liebe fürs Detail verfeinert habe: still sein und zur Musik klatschen.
Tja.
Dem zum Trotz habe ich einfach wieder begonnen. Mit dem Schreiben, um genau zu sein. (Vorsicht, Spoiler: eine Junge-sucht-Mädchen-Geschichte.) Von nix kommt ja bekanntlich nix. Und vielleicht stellen sich mit der nächsten Veröffentlichung Ruhm und Reichtum einfach von alleine ein. Oder bei der übernächsten. Oder vielleicht auch ein bisschen später. Wer weiß das schon.

So, jetzt habe nur ich geredet. Macht ja nichts. Is nich schlimm. Ist ja alles gesagt, oder? Für den Fall, dass nicht, gibt es eine Kommentarfunktion. Kann man nutzen. Muss man aber nicht.

Prösterchen.

PS: Wer Tipps sucht, wie Autoren soziale Netzwerke sinnvoll nutzen können, dem sei ein Blogeintrag von Annika Bühnemann ans Herz gelegt. (Toller Artikel. Ich folge ihr auf Twitter – @AnnikaBuhnemann. Sie mir nicht. Nun ja.)

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .